Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 5. Februar 2012:
Losungstext:
Es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Heiden fragen.
Jesaja 11,10
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wenn aber nun du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
Römer 11,17-18

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Nächste Sendung:

Freitag, 10. Februar: Tischgespräch: Mit Monika und Michael Höhn

Mit Glauben, Phantasie und Mitgefühl haben Monika und Michael Höhn das Ometepe-Nicaragua-Projekt...

Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorbereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Montag - Donnertag
11.00 - 14.00 Uhr

Online Zugriff

Beratungsstelle für ausländische Flüchtlinge

Beratungsstelle für ausländische Flüchtlinge
Omar Sabalbal

Reininghauser Straße 3 - 5
51643 Gummersbach
Tel. (0 22 61) 6 10 33
E-Mail fluechtlingsberatung(at)ekagger(dot)de

„Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ 3. Mose 19,33

Seit 1987 übernimmt die Beratungsstelle für ausländische Flüchtlinge die Anwaltschaft für Asylbewerber und Flüchtlinge in Oberberg. Zurzeit wird sie jährlich von etwa 500 Menschen aus über 30 Ländern aufgesucht, die ihre Heimat verlassen haben, um in der Fremde Schutz vor Verfolgung, Krieg und Vertreibung zu suchen und Zuflucht und Zukunft zu finden.
Die Flüchtlingsberatung der evangelischen Kirche ist im Oberbergi­schen Kreis die einzige Anlaufstelle dieser Art, in der Menschen gleich welchen Glaubens Hilfe für einen schwierigen Alltag in einem fremden Land finden. Dabei geht es nicht nur um formale Fragen, sondern auch um ein Mittragen von Lasten und Leiden. Auch wenn die Beratungsstelle seit Beginn des Jahres 2007 nur noch mit einem Hauptamtlichen statt wie bisher mit einem Team von drei Mitarbeitenden besetzt ist, sollen die Menschen weiterhin tatkräftigen rechtlichen und seelischen Beistand erfahren.

Vielfältige Aufgaben
Die Arbeit umfasst unter anderem Betreuung und Beratung in asylrechtlichen und sozialen Fragen, Verfahrensberatung und Vermittlung von Anwälten, Kooperation mit unterschiedlichen Ämtern, Kliniken, Schulbehörden und Sozialverbänden. Zudem finden die Menschen hier Hilfe bei der Arbeits- und Wohnungssuche. Auch Sprachkurse werden vermittelt. Im Blick auf Kinder hilft die Beratungsstelle bei der Anmeldung in Kindertagesstätten und bietet Unterstützung in Schulangelegenheiten.

„Meine Arbeit verstehe ich als Sprungbrett und Stütze für die Klienten zur Integration in unsere Gesellschaft“, fasst Flüchtlingsberater Omar Sabalbal (im Foto links) sein Anliegen zusammen. „Sie ist eine Möglichkeit, Zeichen der Hoffnung zu setzen.“


Um wirksam helfen zu können, muss sich die Beratungsstelle mit einer Flut von Gesetzen und Regelungen befassen, die sich häufig ändern. Zudem sind viele Flüchtlinge traumatisiert und brauchen fachliche Hilfe.

Viele Flüchtlinge müssen nach Ausschöpfung der rechtlichen Möglichkeiten ausreisen. Die Flüchtlingsberatungsstelle berät und begleitet sie in Fragen der „freiwilligen“ Ausreise.
Die Beratungsstelle arbeitet im Rahmen des Flüchtlingsausschusses mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Kommunen und Kirchengemeinden zusammen, die sich in der Begegnung mit Flüchtlingen engagieren.

Aufgrund der Stellenreduzierung muss die Arbeit neu strukturiert werden. Unterstützung und Hilfe von interessierten Oberbergern ist gefragt. Gesucht werden Menschen, die „den Fremden“ als Mitmenschen begegnen – damit sie kein anonymer Fall bleiben. Ganz im Sinne von Martin Buber, der sagt: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Omar Sabalbal, Sozialberater in der Beratungs­stelle für ausländische Flüchtlinge, Gummersbach