Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 7. September 2010:
Losungstext:
Seid nicht halsstarrig, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum.
2.Chronik 30,8
Lehrtext:
Der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.
Lukas 14,23

Aktuelle Sendung

Zur aktuellen Sendung
Zur aktuellen Sendung bitte auf das Logo klicken!

Nächste Sendung:

Keine News in dieser Ansicht.



Mediothek

Neuer Service:
Wissen welche Medien im Kirchenkreis verfügbar sind, abfragen, ob sie gerade ausgeliehen sind und vorbestellen. Das ist der neue Service, den Sie durch das Schulreferat ab sofort erhalten.

Werden Sie Mitglied, erhalten Sie einen Leserausweis und schon können Sie für kirchliche Zwecke und Unterrichtsvorebereitung Medien ausleihen.

Öffnungszeiten:
Di. 13.00 - 17.00 Uhr
Mi. 13.00 - 17.00 Uhr
Do. 08.30 - 12.00 Uhr

Online Zugriff

Gemeindebüro

Kirchweg 35, 51645 Gummersbach
Fon: , Fax:
gemeindebuero(at)kirche-derschlag(dot)de

Öffnungszeiten:

Gemeinsames Pastorales Amt

Gemeindereferent Michael Kunz
Lindenstraße, 51645 Gummersbach
Fon: , Fax:
E-Mail: m.kunz(at)kirche-derschlag(dot)de

Pfarrerin Gabriele Kräuter
Pfarrer Ulrich Kräuter
Kirchweg 37, 51645 Gummersbach
Fon: , Fax:
E-Mail: g.kraeuter(at)kirche-derschlag(dot)de, u.kraeuter(at)kirche-derschlag(dot)de

Internet

 www.evangelisch-in-derschlag.de

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Derschlag ist eine unierte Gemeinde mit etwa 2600 Gemeindegliedern und einer Pfarrstelle. Die Gemeinde liegt auf dem Stadtgebiet der Kreisstadt Gummersbach und setzt sich aus den durch Täler und Industriegebiete getrennten Ortschaften Derschlag, Dümmlinghausen und Rebbelroth sowie den Dörfern Kalteneich und Mittelste­becke zusammen. Das Einzugsgebiet der Kirchengemeinde erstreckt sich entlang der landschaftlich schönen Täler rund um den Zusammenfluss von Agger, Steinagger und Dörspe. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten unterhält die Gemeinde Gottesdienststätten in Derschlag, Dümmlinghausen und Rebbelroth.

Die Errichtung der Kirche 1891 im Kirchweg 1 machte den langen Wegen von anderthalb Stunden nach Gummers­bach oder Ecken­hagen ein Ende. Foto: Frank-Michael Rommert

 

Als Gemeinde, der das Priestertum aller Glaubenden und die gabenorientierte Zusammenarbeit der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig ist, praktizieren wir das „Gemeinsame Pastorale Amt“. Hier arbeiten zurzeit ein Pfarrehepaar und ein Gemeindepädagoge gleichberechtigt als Team in den Aufgabengebieten, die traditionell dem Pfarramt vorbehalten sind.

Die Gemeinde teilt sich in zwei Seel­sorgebezirke: Der Seelsorgebezirk 1 besteht aus den Ortsteilen Derschlag und Dümmlinghausen (etwa 2 100 Gemeindeglieder) und ist der Pfarrstelle zugeteilt, der Seelsorgebezirk 2 besteht aus dem Ortsteil Rebbelroth (etwa 500 Gemeindeglieder) und ist dem Gemeindepädagogen im „Gemein­samen Pastoralen Amt“ zugeteilt.


Woher wir kommen
Ursprünglich gehörte Derschlag zum größten Teil zur Kirchengemeinde Gummersbach und zu einem kleineren Teil zur Kirchengemeinde Eckenhagen. Vor allem wegen der weiten Entfernung nach Eckenhagen gab es in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts Bestrebungen, Abhilfe zu schaffen. Erst in den 80er-Jahren desselben Jahrhunderts wurde – als Übergangslösung – ein Pfarrvikariat Derschlag-Dieringhausen eingerichtet. Erst eine Urkunde aus dem Jahr 1891 besiegelt die Selbstständigkeit der Kirchengemeinde Derschlag mit uniertem Bekenntnis. Im selben Jahr wurde auch die Derschlager Kirche eingeweiht, deren Grundstein bereits ein Jahr zuvor gelegt worden war. Im April 1892 wurde Otto von Lünen als erster Pfarrer der Kirchengemeinde Derschlag eingeführt, die zu diesem Zeitpunkt rund 2000 Gemeindeglieder zählte.

Ein Bericht von Pfarrer von Lünen aus dem Jahr 1894 zeigt, dass man damals vom heutigen geschwisterlichen Miteinander mit den anderen Denominationen noch weit entfernt war. Von Lünen kritisiert heftig das „Sektierertum“ der Baptisten und Darbisten, dem man seiner Meinung nach hätte vorbeugen können, wenn schon früher in Derschlag eine eigene Kirchengemeinde gegründet worden wäre. Er habe aber Vertrauen darauf, so Otto von Lünen, dass das unter anderem bei den Baptisten gepflegte „ungesunde Christentum auf Dauer keinen Bestand haben kann“ und die „Verirrungen“ überwunden werden könnten.
Gespannt blieb das Verhältnis vor allem zur Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts hinein. Erst in der Folgezeit konnten diese Spannungen und Vorbehalte durch Geduld, Beharrlichkeit und Gebet auf beiden Seiten überwunden werden.


Was uns prägt
„Wir sind durch Gottes Wort geborgen, frei und offen.“ So lautet der zentrale Satz des Leitbildes unserer Kirchengemeinde. Konkret heißt das für uns: Wir sind eine Gemeinde, die einem Haus mit offenen Türen gleicht. Es gibt Räume für Fröhlichkeit, Singen, Spiele, Stille, geistliche Bewegung, Veränderung. Unser Fundament ist die Zusage Gottes. Hier können wir, wie ein Kind auf sicherem Grund, geborgen und trotzdem frei und offen sein. Innerhalb dieser Sicherheit können sich Jung und Alt mit ihren Fähigkeiten und Stärken entfalten. Unser Gemeindeleben entwickelt sich rund um den Gottesdienst. Von ihm geht Leben aus in den Alltag von Projekten, von Gruppen und privaten Treffen. Als Gemeinde sind wir sensibel für die gesellschaftlichen Fragen der „Welt“. Wir sind eine Gemeinde, der die Bewahrung der Schöpfung wichtig ist.

Wir sind uns der Spannung bewusst, die aus den beiden Polen „geborgen“ und „offen“ resultiert, aber wir suchen und sehen einen Weg zwischen diesen Polen.

Wir sehen unseren Auftrag darin,

  • Menschen im Glauben zu stärken:
    Wenn wir einen Menschen taufen, versprechen wir als Gemeinde, diesen Menschen auf seinem Tauf- und Lebensweg zu begleiten und ihm Begegnung mit dem Evangelium zu ermöglichen. In einfühlender, fröhlicher, missionarischer Kompetenz wollen wir Menschen auf ihrem Taufweg zur Seite stehen.
  • Menschen zu ermutigen, ihre Fähig­keiten zu entwickeln:
    Ermutigende Erfahrungen sammeln Menschen in projektorientierten Angeboten (Glaubensseminaren, (Kinder)-Bibelwochen, Gesprächsnachmittagen), in Gruppen, die ihnen geistliche Heimat werden können und in den Schulungsangeboten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • uns in der einen Welt für Gottes Schöpfung einzusetzen:
    Wir wissen uns als Gemeinde in besonderer Weise verantwortlich, in der „Welt“ vorbildhaft Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen. Wir tun dies durch unser Engagement in verschiedenen Projekten und Ini­tiativen.

Wir in der Kirchengemeinde Derschlag

  • verfolgen das Ziel eines gaben­orientierten Gemeindeaufbaus
  • feiern lebendige Gottesdienste
  • wissen voneinander

 

Was wir tun
Zu Gottesdiensten versammeln wir uns sonntags um 10.15 Uhr in Derschlag und samstags um 18 Uhr im Wechsel in Dümmlinghausen und Rebbelroth; Kindergottesdienst ist – außer in den Schulferien – sonntags um 10.15 Uhr in Derschlag. Viermal im Jahr feiern wir unsere „Horizonte“-Gottesdienste. Sie richten sich neben der Kerngemeinde auch an Menschen, die nicht regelmäßig Gottesdienste besuchen. In diesen besonderen Gottesdiensten wollen wir unseren Blick über den Rand unserer Gemeinde hinaus weiten und geistig wie geistlich neue Horizonte erschließen.

In regelmäßigen Abständen feiern wir Krabbel- und Kindergartengottesdienste.
Unser „Raum der Stille“ ist ein Ort der Besinnung, Einkehr und Zwiesprache mit Gott; er steht Gemeindegruppen, aber auch Einzelpersonen zur Verfügung. „Mittwochs um sieben“ kommen wir hier zusammen, um mitten in der Woche innezuhalten, Atem zu holen, uns auf das zu besinnen, was uns stärkt und trägt.

Unserem diakonischen Auftrag wollen wir in verschiedenen Aufgabenbereichen gerecht werden. So unterhalten wir einen dreigruppigen Kindergarten. Er wird von zurzeit 70 Kindern besucht. Sie bereichern unser Gemeindeleben in besonderen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen. Die mobile Alten- und Krankenpflege erfolgt durch die Diakoniestation Bergneustadt, die wir im Rahmen des Verbandes der Diakoniestationen mitbetreiben. Die evangelischen Bewohnerinnen und Bewohner des örtlichen Seniorenwohnheims „Haus Manshagen“ werden regelmäßig seelsorglich betreut; in Absprache mit der Heimleitung werden hier auch Gottesdienste gefeiert. Der Besuchsdienstkreis pflegt den Kontakt besonders zu den Alten und Kranken unserer Gemeinde.


Ökumene und Allianz – am Ort, im Land und weltweit
Gutnachbarliche Kontakte pflegen wir zur katholischen Kirchengemeinde und zur  Evangelisch-Frei­kirch­lichen Gemeinde in Derschlag. Gemeinsam mit unseren baptistischen Schwestern und Brüdern versammeln wir uns viermal im Jahr zum „Lobenswert“-Gottesdienst, in dem wir als Christinnen und Christen verschiedener Denominationen in unserem Ort gemeinsam Gott feiern. Zum regelmäßigen Miteinander gehören auch Schulgottesdienste, der Weltgebetstag der Frauen und der „Weltladen für fairen Handel“ sowie jährliche Treffen der Gemeindeleitungen.

Ein loser Kontakt besteht auch zur griechisch-orthodoxen Gemeinde, de­ren Kirche sich in Rebbelroth befindet.

Wir pflegen einen lebendigen Kon­takt zu unseren Partnergemeinden Stü­denitz und Schönermark in Brandenburg. Wir möchten Teilung überwinden und im fruchtbaren Austausch voneinander lernen.

Unsere Verantwortung als Christinnen und Christen in der Welt nehmen wir unter anderem im Ometepe-Projekt Nicaragua wahr, das wir, unterstützt durch den Kirchenkreis An der Agger, tragen. Außerdem tragen wir die Kampagne „Erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung“ mit.

Wir engagieren uns für die Bewahrung der Schöpfung durch

  • die Teilnahme am Solarprojekt „Sonnenenergie vom Kirchendach“,
  • die Pflege einer Dachbegrünung auf dem Jugendhaus,
  • die Pflege eines „Appelhofs“ mit einheimischen Obstsorten,
  • die Umsetzung von energie­sparenden Maßnahmen in Kirche und Gemeindezentren.

Siegfried Frank, Presbyter